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China - post Olympics

Ich sass heute nichtsahnend im Büro, als eine Kollegin reinkam und fragte, was genau zu tun sei, wenn die Luftwerte in Shanghai so schlecht seien, dass Sport im Freien verboten werden müsste und Asthma-Kandidaten generell kein Sport mehr machen dürften?!

Welcome to China - in Deutschland wird man ja auch ab und an mal gebeten, das Auto stehn zu lassen, aber Kinder nach Hause schicken weil die Luft um uns herum - überall - so schlecht ist, dass man sich nicht anstrengen soll, na prost!

Der tägliche Kampf mit dem Aufzug

Auf einen Aufzug angewiesen zu sein - ok, angewiesen ist falsch, aber bei 20 Stockwerken wirds ja schon nen Zeitfaktor ;-) ist ja an sich schon eine gewisse Freiheitsberaubung würde ich mittlerweile sagen, aber wenn diese Dinger dann noch nicht mal eine Lichtschranke haben…

Man geht als 3 in den Aufzug - könnt schon knapp werden. Die Türen verpassen einem nen Seitenhieb. Man will raus, ist nicht schnell genug - zack! ..da gehn sie schon wieder zu die Türen.

Besonders gemein sind ja die Modelle, die beim ersten öffnen nur antäuschen und nachdem sie ca 60 cm geöffnet sind (das ist so ungefähr die magische Marke, bei der man zur Tür hechtet um rauszukommen) wider zu gehn. Rumms! ..da hat man ne Aufzugtür vor der Nase.

Und TROTZDEM ist bei uns im Aufzug schon ein Knopf kaputt: nämlich logischerweise der, der für die Chinesen am allerwichtigsten ist, der “Tür Zu” Knopf. Sie sind kaum drin, bzw der Aussteiger ist kaum draussen, da ist schon ein Finger auf dem Knopf.

Einmal Linkin Park für den armen Knopf:

I wanna run away
Never say goodbye
I wanna know the truth
Instead of wondering why
I wanna know the answers
No more lies
I wanna shut the door
And open up my mind

They point the finger at me again…

Die kleine Geschichte der Steckdose

Die Steckdosen in China sind vielfältig, immer bereit einen Stecker zu empfangen, ob er nun zwei flache parallele, zwei runde parallele oder drei komisch angeordnete fitzel hat - als rin mit! Problem ist nur, wenn man einen ständigen, ununterbrochenen Stromfluss benötigt, könnte es zu Komplikationen kommen.

Als erstes sind die meisten Steckdosen hinter der schönen Verkleidung heimtückisch verdreht angeordnet, auf dass man den Stecker schon garnicht erst hineinbekommt, ohne ihn mal rechts, mal links, mal von oben und mal von unten zu drücken und zu fluchen ;-)

Kommen wir zu tatsächlichen Benutzung: Jeden morgen, wenn ich mich rasiere, brauche ich zwei Hände - eine um den Rasierapparat über meine Haut zu schieben, die andere um den Stecker entweder nach oben oder nach unten zu drücken, da sonst kein Stromfluss besteht. Ich muss sagen, es ist keine Überforderng, aber irgendwie nervts… In der Schule, unter den Tischen in der Mitte befinden sich mehrere von diesen toll aussehenden Mehrfachsteckdosen. Blos nich mit dem Fuss zu fest dagegen stoßen! …sonst ist der Rechner leider aus - oder der Bildschirm schwarz. Ja, das macht die Arbeit erst richtig spannend könnte man da sagen, andere sehn das anders =)

Schönes Wochenende!