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Blinde Kuh

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Es gibt hier oft diese “Blindengerechten Bordsteine” – aber ungefähr genauso oft führen die Blindenpfade an Orte, an denen der Blinde sicher nichts verloren hat..

Bei mir vorm Haus haben sie Bäume in den Bordstein gepflanzt – ein Blinder würde nun alle 5 Meter in ein Loch fallen – ok, nur Stolpern oder gegen einen Baum rennen, aber schlimm genug.

Ja, und oben: da hat man wohl ein Fahrrad abgestellt, damit der Blinde nicht mehr laufen muss – komisch dass sie an der Weggabelung kein Schild aufgestellt haben!?

Henkersmahl

Chinese do eat Sushi!

Gespräch Nr. Eins

Unterhaltung zwischen mir und meiner ersten chinesischen Mitbewohnerin. Beleuchtet die Pragmatische Seite, mit der an den Konflikt herangegangen wird:

Why don’t you like the Japanese? – I don’t know!

Ok, and why do you eat Teppanyaki and Sushi if you in generel hate the Japanese? -  We like the food! ..if you don’t like a country, why should’t you still enjoy the good things and the products?!

Hierzu muss erwähnt werden, dass wir an Sylvester mit einer Japanerin, einer Chinesin und 2 Deutschen in Shanghai beim Japaner essen waren und sehr sehr viel Spass hatten. Teppanyaki-Plätze gibt es hier auch zu hauf. Die Japanerin meinte auch, dass sie andauernd für eine Chinesin gehalten wird von den Chinesen – somit also auch noch keinerlei negative Erlebnisse hatte.. Schon komisch.

Wenn man sich dann noch an die Bilder und die Texte erinnert, die in den News waren, bezüglich der “Freedom Fries” (CNN Link – falls keine Erinnerung daran) action in den USA – da ham sie ja sogar guten französischen Wein in die Gosse gekippt.. Da ist mir der chinesische Weg doch angenehmer =)

Gespräch Nr. Zwei,

Zwischen mir und meier neuen Mitbewohnerin. Einflussnahme von Lehrern und dergleichen deutlich spürbar…

What Do you think about the Dalai Lama? – (Keine Pause) We hate him!

Really, why? – Because he is eval, he tries to brake apart Chinas unity and is against pease and Harmony. He tells people to fight against the Chinese Government.

Did Tibet always belong to China? – Sure! ..why are you asking?

Letztes darf man nicht zu einseitig sehen, die chinesische Sichtweise ist eine ganz andere. Hier herrscht der einfache Grundsatz: Wer Chinesisch spricht, gehört zu China. …auf der anderen Seite, gibts hier so viele Dialekte, ist krass… Nicht selten erlebt mans, dass zwei ChinesInnen sich nicht verstehn.

Meine Mitbewohnerin sagte dann auch anschließend, als wir ihr erzählt haben, dass es da durchaus andere Ansichten gibt, dass das das sei, was sie gelernt hat, war ihr gesagt wurde.

Gespräch Nr. Drei

Zwischen mir und einer chinesischen Freundin. Sie arbeitet in einer australischen Firma und war auch mal für kurze Zeit in Deutschland. Verdient besser als ich, trotzdem noch wenig, und kann selbst alte Schriftzeichen lesen (was wohl was besonderes ist…) Nur so viel, ist ja auch nicht so wichtig:

Does Taiwan belong to China? – They are working on it.

How about Tibet? – Thats a difficult issue.

Did it always belong to China? – Yes, i think so…

Es ist irgendwie komisch. Auf der einen Seite, sind sie immer neugierig, wollen alles wissen, schauen dir immer “in die Karten”, egal was du z.B. in der Ubahn tust…. Aber politisch gesehn, interessieren sie sich garnicht. Ich bin ja nun politisch auch kein Kronleuchter, aber das wenige was mich interessiert, ist schon viel zu viel. Wenn man solche Themen anschlägt, kommt dann auch ganz schnell der Satz: “Oh, let’s not talk about politics!”

In Peking haben wir nen Chinesen getroffen, der schon ne ganze Weile in den USA lebt – er ist dann so im Laufe des Gesprächs einfach aufgestanden und hat den jungen Mann vom Hotel hinter der Rezeption gefragt, ob er sich an die Ereignisse von damals (das mit all den Studenten auf dem Platz – hier stehn schon genug prikäre Worte in dem Artikel) erinnern könnte – dieser wusste davon. Aber es gibt genug, die nie davon gehört haben…

Die Zahl der Toten während Maos Herrschaft ist gross, sehr gross. Wenn man die indirekten Tode dazuzählt, übertrifft es so einiges. Davon weiss auch keiner. Laut meiner Mitbewohnerin (der jetzigen) lernen sie in der Schule (sie ist 22), dass Mao während seiner Amtszeit sehr sehr viel gutes getan hat, gegen Ende seiner Amtszeit aber ein paar Dinge getan hat, die nicht so gut waren. Im Großen und Ganzen aber überwiegen auf jeden Fall die Guten Sachen, er hat China vorangebracht.

In Peking ist er aufgebahrt, der Herr Mao, gewachst und für jeden Besucher zu sehen:

Ich habe zu vielem keine Meinug mehr, frage nur immer wieder Leute und versuche zu verstehen, wie sie über so manches denken… Über vieles aber kann man schlicht nicht reden/fragen, da die Chinesen es selber nicht wissen.. Kulturrevolution hat ganze Arbeit geleistet, darüber muss ich aber erst nochmal lesen, hab bisher nur gehört und gefragt..

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Während ich diesen Post geschrieben habe, hab ich versucht, Wikipedia zu erreichen – ging mal wieder nicht. Hoffentlich passiert das mit meinem Blog nicht auch, nach diesen Worten… Zum Glück hab ich ja mein kleines Helfer-Tool =) Gelobt sei unter anderem Hotspot Shield!

Chinesen und Aufzüge

An sich könnte man wahrscheinlich ein Buch über das Verhalten der Chinesen im Aufzug bzw den Umgang mit Aufzügen in China schreiben – hier mal wieder ein kleiner Ausschnitt von diesem Wahnsinn:

Moritz, mein Mitbewohner und ich warten im 20ten Stock auf den Aufzug. Wir wollen runter, also haben wir (nur) den unteren der beiden Knöpfe gedrückt.

— Kurzer Einschub für alle, die nicht so oft Aufzug fahren: Es gibt in jedem Stockwerk zwei Knöpfe, einen um den Aufzug während dem HOCHfahren anzuhalten und dann auch weiter HOCH zu fahren und einen, den UNTEREN um den Aufzug anzuhalten und mit ihm nach UNTEN zu fahren.

Weiter im Geschehen. Wir warten also auf den Aufzug, während dessen kommt die Frau aus der Nachbarwohnung und will auch runter (nahmen wir an, schliesslich ist oben nicht mehr viel und sie wohnt hier auf unserer Ebene). Sie kommt zu uns, sieht, dass wir nur den RUNTER Knopf gedrückt haben und drückt entschieden den HOCH Knopf. (Auf der Stockwerk-Anzeige war bereits zu erkennen, dass der eine Aufzug bereits vom 18ten zu uns unterwegs war – also von unten kam)

Hält man nun einen Aufzug im 20ten an und sagt ihm (per drücken beider Knöpfe), dass es Menschen gibt die nach oben wollen UND Menschen die runter wollen (das ganze bei insgesamt nur 24 Stockwerken), dann entscheidet die Elektronik, dass man erst nach oben fährt und dann runter – da der andere auch unten im ersten Stock war…

Gut. Soviel dazu. All das oben erlebt die Frau neben uns mindestens seit August täglich, denn seit ich hier wohne tut sie es auch. Alles eben erklärte sollte ihr also geläufig sein – TROTZDEM DRÜCKT SIE DEN ZWEITEN KNOPF – WILL SIE ALSO HOCH???

Der Aufzug kommt, hält an, mach BING und öffnet die Türen. Wenn ein Aufzug nach OBEN fährt, kann man – bis er dann die Richtung wechselt – (bei unserem zumindest) keine Stockwerke drücken, die unterhalb liegen. Wir alle steigen ein, Moritz und ich grinsen uns an und warten, was nun passiert…

Frau drückt die 1 – kurzes Blinken, dann Licht wieder aus. Sie drückt erneut – nichts. Sie hält den Knopf gedrückt, wildes Blinken des Knopfes, Türen des Aufzugs gehn zu – und gleich wieder auf. Das ist nun der Moment, in dem der Aufzug einmal mehr seinen Erschaffer verflucht, weil er ihn in China ausgeliefert hat =)

Der Knaller war dann, dass die Frau doch tatsächlich völlig verständnislos anfing rumzuschimpfen. Sie schnatterte als ob das alles völlig irrsinnig sei – Moritz und ich haben uns inenrlich kaputtgelacht.

Chinesen haben definitiv eine andere Art zu denken – eine gaanz andere! …hoffentlich steht sie da nicht irgendwann morgends, wenn ich meine Minuten abgezäht hab!

Chinesen spucken

Chinesen spucken, das dürfte denk ich bekannt sein. Sie spucken oft, es spucken mehr Männer als Frauen, aber Frauen tun es auch.

Geht man morgends zur Ubahn, begegnet man Herren, die mit aller Gewalt den Schleim hervorwürgen, sich dabei sogar krümmen um die Masse besser hervorzubringen. Steht man dann beim Strassenstand um sich was zu Essen zu holen, reicht einem die Frau die Tüte und spuckt, bevor sie den Preis sagt, erstmal neben ihren Wagen.

Ist man im Taxi, spuckt der Herr Fahrer (es sind nur ganz selten Frauen) regelmässig aus dem Fenster – man soll sogar beobachten können, dass mitunter das Fenster von innen getroffen wird =)

Heute zum ersen mal – deswegen auch das GEschreibe da drüber – habe ich beobachtet, wie ein Mann an seinem Schreibtisch sass und neben sich auf den Boden spuckte.

An der Ubahn sind Schilder:

…deswegen war ich bis zu dem Zeitpunkt zu dem ich die Schilder entdeckt habe, der Einzige, der auf die Gleise spuckte – mach ich schon immer gerne.

Habe gestern mit einer Frau analysiert, warum es dann nochmal irgendwie ekliger erscheint, wenn eine Frau spuckt. Wir haben uns darauf geeinigt, dass Frauen einfach feiner sind (ok, doof, aber hat jemand was Besseres?)

Gestern konkret: Eine Frau machte Gymnastik im Park und in regelmässigen Abständen holte sie mit aller Macht einen Klumpen Zeuchs aus sich heraus und beförderte ihn mit Wucht in die Hecke. Boah ey, bäh.

Besonders gut ist auch, wenn man eine junge Dame sieht, sich über ihre Erscheinung erfreut und diese dann, kurz bevor man sich durchgerungen hat, sie zu Grüssen, ca 3 m vor einem “fett auf die Strasse spuckt”. Abtörn.

Oft stört es mich wirkich nicht, bin ja wie bereits erwähnt auch nicht ganz unschuldig. Aber wenn jemand hinter Dir läuft und dann saftig spuckt, hab ich immer Angst, es landet irgendwann bei mir im Nacken – Trauma!

..was ich dann irgendwie nicht mehr net finde, sind die Flatschen im Aufzug. Kommt selten vor, aber meistens dann, wenn mans nicht gebrauchen kann. Nachts, am besten besoffen wärns sie mir egal – aber Morgends, und dann noch mit integrierten Luftblasen – Nä, geht ganich!